Forschungsdatenmanagement kann durch Dienste, wie Data Management Planning Tools oder Electronic Lab Notebooks, erheblich erleichtert werden. Aber wie ermöglicht man Forschenden solche Dienste im Alltag auch anzuwenden? Woran liegt es, dass 'nützliche Dienste' selbst nach einem Training oft nicht oder nur wenig genutzt werden?
Forschungsdatenmanagementdienste entfalten ihren Nutzen erst, wenn Forschende, wissenschaftliche Einrichtungen, IT, Bibliotheken und weitere Akteur:innen sie kennen, verstehen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren. Data Stewards und andere FDM-Profis nehmen dabei als Multiplikator:innen eine Schlüsselrolle ein: Oft beraten Sie Forschende direkt in Fragen zum Forschungsdatenmanagement, empfehlen hilfreiche Services oder implementieren sie gar selbst. Sie vermitteln oft zwischen den Bedarfen der Forschung, institutionellen Rahmenbedingungen sowie einrichtungsbezogenen, lokalen und NFDI-Angeboten.
Die Praxis zeigt allerdings: oft fehlt Data Stewards und anderen FDM-Profis das Handwerkszeug um zum Beispiel Stakeholder gezielt einzubinden, Nutzen zu kommunizieren und mit Widerständen umzugehen. Change-Management bietet dafür ein Set von Methoden, um die Menschen, die einen Service verwenden, einen neuen Prozess nutzen oder eine andere Veränderung umsetzen sollen, gezielt zu unterstützen.
Dieses 90-minütige Seminar vermittelt einen praxisnahen Einstieg in Change-Management für die Einführung und Weiterentwicklung von FDM-Services – mit dem Ziel, deren Nutzung zu fördern.
Im Mittelpunkt steht und ein pragmatischer Ansatz zum Change- oder Veränderungsmanagement, bei dem auch Werkzeuge wie die Stakeholderanalyse und Change Impact Analyse angewendet werden.
Die Teilnehmenden lernen, relevante Anspruchsgruppen wie Forschende und wissenschaftliche Abteilungen, IT, Bibliotheken, Forschungsförderung, Datenschutz, Informationssicherheit oder Leitungsebenen systematisch in den Blick zu nehmen. Sie reflektieren, wer von einem neuen Service betroffen ist, wer Ressourcen und Rahmenbedingungen beeinflusst, welche Erwartungen oder Vorbehalte bestehen und an welchen Schnittstellen neue Aufgaben, Kompetenzen oder Prozesse entstehen. Mögliche Maßnahmen, wie zielgruppengerechte Kommunikation, Beteiligungsformate, Pilotierungen, Schulungsangebote oder Multiplikator:innen-Netzwerke werden besprochen und in verschiedene Phasen eines Veränderungsprozesses eingeordnet.
Die Einführung eines FDM-Service ist nicht nur eine technische oder kommunikative Aufgabe, sondern ein Veränderungsprozess, der aktiv gestaltet werden muss. Nach dem Seminar verfügen die Teilnehmenden über erste, direkt anwendbare Ansätze, um FDM-Basisdienste und nicht nur bereitzustellen, sondern ihre Akzeptanz und nachhaltige Nutzung wirksam zu begleiten.
Eine Anmeldung ist notwendig und bis zum 19. November möglich.
Diese Veranstaltung war Teil der Data Days Niedersachsen 2026 - Virtueller Thementag. Einen Überblick zum gesamten Programm gibt es hier:
https://fdm-nds.de/index.php/data-days-2026/
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Die Veranstaltung wird von der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen (FDM-NDS) organisiert. FDM-NDS ist ein Verbundprojekt unter dem Dach der Hochschule.digital Niedersachsen und wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem Förderprogramm von Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung gefördert.