FDM-Angebote am eigenen Standort zu etablieren, ist eine Herausforderung, mit der sich alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen auseinandersetzen müssen. In der Regel werden hierzu ausgewiesene Personen beauftragt, die für den gesamten Standort Lösungen für technische Infrastrukturen sowie meist generische Beratungs- und Schulungssettings entwickeln. Hierunter fallen einzelne Personen wie Referent:innen für Forschungsdatenmanagement oder mehrköpfige FDM-Teams, die je nach vorhandener Struktur bzw. Strategie auf unterschiedliche Art und Weise ausgestalten und die Angebote bzw. den Kulturwandel an ihre Zielgruppen (insb. Forschende) tragen.
Eine der größten Herausforderungen hierbei ist die Erreichung und Involvierung der verschiedenen Fach- und Forschungsbereiche, die sich neben den standortübergreifenden Services auch fach- bzw. datenspezifische Angebote wünschen. An vielen Standorten werden inzwischen immer mehr sogenannte embedded bzw. dezentrale Data Stewards eingesetzt, die direkt mit den Forschenden einzelner Forschungsgruppen oder -verbünde zusammenarbeiten und spezifische Lösungen mit und für diese entwickeln. Jedoch werden mit diesem Ansatz meist nicht alle Fachbereiche in der Tiefe abgedeckt; zudem verfügen auch nicht alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen über die Ressourcen, Data Stewards einzustellen.
An dieser Stelle tritt eine weitere Rolle und damit verbundene Konzepte in Erscheinung: Data Champions. Hiermit werden oftmals Forschende bezeichnet, die sich durch einen besonders nachvollziehbaren, FAIRen und engagierten Umgang mit Forschungsdaten (und Forschungssoftware) auszeichnen und als wichtige Multiplikator:innen in ihre jeweiligen Bereiche und Netzwerke hineinwirken. Die University of Cambridge und TU Delft haben hierzu wichtige Pionierarbeit geleistet und Konzepte veröffentlicht, die von vielen Standorten auf unterschiedliche Art und Weise adaptiert wurden.
Im Rahmen dieses Workshops ist geplant, einen einordnenden Überblick über die verschiedenen Konzepte und Adaptionen für die Gestaltung von Data-Champion-Netzwerken zu geben. Darauf basierend werden gemeinsam mit den Teilnehmenden verschiedene Aspekte bearbeitet, die für den Aufbau und die dauerhafte Etablierung solch eines Netzwerkes elementar sind. Das Ziel des Workshops ist es daher, nachnutzbare Handreichungen und Empfehlungen zu generieren, die dann für die eigenen Kontexte verwendet werden können.
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Die Veranstaltung wird von der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen (FDM-NDS) organisiert. FDM-NDS ist ein Verbundprojekt unter dem Dach der Hochschule.digital Niedersachsen und wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem Förderprogramm von Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und VolkswagenStiftung gefördert.