Worum geht es? Die Pflege eines nahestehenden Menschen ist eine Aufgabe, die von tiefer Liebe und Verantwortung getragen wird. Doch was viele pflegende Angehörige nicht wahrhaben wollen oder können: Diese Aufgabe fordert einen hohen Preis. Durchschnittlich 49 Stunden pro Woche verbringen Hauptpflegepersonen mit der Pflege - das entspricht mehr als einer Vollzeitbeschäftigung. Hinzu kommen oft Erwerbsarbeit, eigene gesundheitliche Einschränkungen im Alter oder die Herausforderung, als junger Mensch Bildung und Pflege zu vereinbaren. Die Folgen dieser dauerhaften Belastung sind gravierend: Mehr als die Hälfte der pflegenden Angehörigen zeigt Anzeichen einer Depression, über 40 Prozent leiden unter Rücken- oder Gelenkschmerzen, und viele berichten von sozialer Isolation, Schlafstörungen und dem Gefühl, die eigene Identität zu verlieren. Doch es gibt einen Weg aus dieser Überlastung: Selbstfürsorge ist keine Selbstsucht, sondern eine Notwendigkeit. Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann langfristig für andere da sein. In diesem Vortrag erfahren Sie, wie Sie Warnsignale der Überlastung frühzeitig erkennen, welche konkreten Strategien Ihnen helfen können, Ihre Gesundheit zu schützen, und wo Sie Unterstützung finden - denn Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Ein Vortrag, der sensibilisiert, Zusammenhänge zwischen Privatleben und Arbeitswelt aufzeigt und neue Perspektiven eröffnet.
Technische Universität Braunschweig