10 February 2026
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Vortrag und Diskussion

 

Diskurse um Data Literacy sind untrennbar verbunden mit den Themen Künstliche Intelligenz, Big Data, Data Science, Datafication und (Research)Datamanagement. Gerade in Deutschland stehen dabei Fragen der Governance, Infrastruktur und damit zusammenhängende (sicherheits-)technische Herausforderungen sowie ein rechtssicherer Umgang mit sensiblen und personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO im Vordergrund. Diese Themenkomplexe sind unbestritten von großer Bedeutung, um als Gesellschaft auf nationaler wie internationaler Ebene zukunftsfähig zu sein. Gleichzeitig zeigen uns jedoch zahlreiche KI-Fails, dass die Systeme weniger aufgrund mangelnder (informations-)technischer Kompetenzen oder unklarer Rechtslage, sondern häufig an – oft strukturell tief verankerten – soziokulturellen Unzulänglichkeiten scheiterten: KI die BIPoC Personen nicht erkennt, Frauen und abinäre Menschen diskriminiert oder Belegstellen halluziniert – sie alle demonstrieren auf eindrückliche Weise, dass kritische Datenkompetenz bereits vor der Entwicklung und dem Gebrauch von KI-Anwendungen einsetzt und dabei ein existenzielles Future Skill ist, ohne das Wissenschaft, Gesellschaft und Demokratie künftig nicht gestaltet werden können. Im angloamerikanischen Sprachraum wird diese Form der Datenkompetenz – in Tradition der kritischen Theorie – als Critical Data Literacy bezeichnet. Um eine explizit kritische Haltung im Umgang mit Daten und KI einnehmen zu können, wurden im Rahmen der Critical Data Studies bereits diverse praxisorientierte Strategien entwickelt. Diese Strategien werden im Vortrag einführend skizziert, um sich anschließend mit der Frage auseinanderzusetzen, wie wir sie nutzbar machen können, damit alle Mitglieder der Gesellschaft einen kritisch reflektierten und selbstbestimmten Umgang mit Daten und Künstlicher Intelligenz pflegen können.

 

Alle am Thema Interessierten sind herzlich eingeladen.

 


Die Veranstaltung der Hochschule Osnabrück wird im Rahmen der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen (FDM-NDS) durchgeführt. FDM-NDS ist ein Verbundprojekt unter dem Dach der Hochschule.digital Niedersachsen und wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem Förderprogramm von Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und VolkswagenStiftung gefördert.

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